Früherer Bürgermeister Franz Donislreiter gestorben

Mit nur 53 Jahren erlag er einer schweren Krankheit

 

Mit Ehefrau Renate besuchte Franz Donislreiter im Jahr 2009 im Rahmen einer Bürgermeister-Reise Israel. Dort entstand dieses Bild.  − F.: Schwarz

Mit Ehefrau Renate besuchte Franz Donislreiter im Jahr 2009 im Rahmen einer Bürgermeister-Reise Israel. Dort entstand dieses Bild.  − F.: Schwarz

Reischach. Trauer in Reischach: Der frühere Bürgermeister Franz Donislreiter ist gestern Vormittag im Kreise seiner Familie einer schweren Krankheit erlegen. Er wurde nur 53 Jahre alt.

Mit Betroffenheit wurde die Nachricht in der Gemeinde aufgenommen: "Wir verlieren einen unserer engagiertesten Kommunalpolitiker", sagte Bürgermeister Herbert Vilsmaier auf Nachfrage des Anzeigers. Er erinnerte daran, dass Donislreiter, etwa in Sachen Wasserversorgung oder bei der Schulpolitik, wichtige Impulse gesetzt habe. Es sei tragisch, dass ausgerechnet er als jüngster Bürgermeister, den Reischach hatte, so früh sterben musste. Vilsmaier: "Wir im Rathaus sind tief betroffen."

Donislreiter, ein gebürtiger Reischacher, hatte nach der Schule das Elektrohandwerk erlernt und legte darin die Meisterprüfung ab. Seit 1996 gehörte er für die Freien Wähler dem Gemeinderat an und wurde 2002 zum 2. Bürgermeister gewählt. Bei der Wahl 2008 war er der einzige Bewerber um das Bürgermeisteramt. Bei seinen Wahlveranstaltungen sagte er, er wolle die Hauptschule in Reischach halten und sich für die zweite Ausbaustufe der Gemeindeverbindungsstraße einsetzen. Für junge Gemeindebürger sollen Baugrundstücke in Reischach und Arbing geschaffen, das Gewerbegebiet in Fuchshub solle vergrößert werden. Um die Verkehrsproblematik auf der B 588 abzumildern, plädierte er für die Schaffung von Verkehrsinseln. Die Ortsvereine lobte er für ihre gute Jugendarbeit aus und sagte eine gute Zusammenarbeit zu.

Das kam gut an: Am 2. März 2008 wurde er als Nachfolger von Manfred Gesierich zum 1. Bürgermeister gewählt. Voller Elan ging er seine neue Aufgabe an. Seine allererste Amtshandlung war es, als er am 1. Mai 2008 dem Maibaumaufstellen durch den Trachtenverein auf dem Dorfplatz beiwohnte. Bei der konstituierenden Sitzung des Gemeinderates fünf Tage später sprach er den Wunsch aus, dass alle Räte an einem Strang ziehen und sich nicht auf "Fraktionsgeplänkel" einlassen sollten.

Doch nur 100 Tage nach seinem Amtsantritt wurde bei ihm eine schwere Krankheit diagnostiziert, wegen der er in der Folge monatelang pausieren musste. Nachdem es in der Folge so aussah, als könnte er die Krankheit überwinden, gab es bald wieder schlechte Nachrichten. Im April 2010 gab der Gemeinderat einstimmig seinem Antrag auf Entbindung vom Amt aus gesundheitlichen Gründen statt.

Donislreiter hinterlässt Ehefrau Renate sowie zwei Kinder. Der Trauergottesdienst findet am Donnerstag, 28. Februar, ab 10 Uhr in der Pfarrkirche statt, anschließend ist Beerdigung. − afb

 

(ANA vom 26.2.2013)