Sind die Lkw bald aus dem Dorf?

Bürgermeister Vilsmaier nährt bei der Jahreshauptversammlung der Freien Wähler die Hoffnung

Mit Schmankerln aus der Region und ehrenden Worten verabschiedet Bürgermeister Herbert Vilsmaier (von links) das ausgeschiedene Gemeinderats-Trio Manfred Gesierich, Rosmarie Kaiser und Dr. Peter Demmelhuber. Rechts Ortsvorsitzender Hubert Kleinillenberger. − F.: mb

Reischach. Die viel diskutierte Ortsumgehung könnte für Reischach schon bald zur Wirklichkeit werden. Darüber hat Bürgermeister Herbert Vilsmaier am Montagabend bei der Jahreshauptversammlung der Freien Wähler im Gasthaus Berger berichtet.

"Es ist ein Thema, das wirklich heiß ist" sagte Vilsmaier zu den 15 Anwesenden: Die Vorplanung werde eingereicht, man hoffe jetzt dass der Entwurf in die Bedarfsplanung aufgenommen werde. "Das Planungsrecht haben wir", so Vilsmaier, "wir hoffen, dass das Projekt kurzfristig umgesetzt werden kann". Aus ökologischer Sicht sei die Planung mit wenig Grund- und Landverbrauch auf ein Minimum reduziert und für Reischach sicherlich die beste Lösung. Zum Thema "Ausbau Fuchsberg" bis zur Landkreisgrenze hoffe er, dass die Gemeinde bis Frühherbst die genehmigte Version bekommen werde. Dies sei ungemein wichtig, etwa für die Weiterentwicklung des Gewerbegebietes. Beim Gewerbegebiet selbst sei es derzeit so, dass die letzten Unterlagen der vorherigen planenden Stelle jetzt eingegangen seien und der neue Planer definitiv weitermachen könne. "Wir wollen das jetzt zügig vorantreiben", so Vilsmaier.

Weitere kurze Sachstandsberichte hatte das Gemeindeoberhaupt etwa zum Neubau der Maschinenhalle, zum Neubaugebiet Nordendstraße/Veitstraße oder zur Wasserversorgung im Außenbereich, aktuell für Fuchshub/Unterthal. Neues gibt es nach seinen Worten zum Konzept "Glasfaserausbau": Hier plane die Firma Inexio eine Trasse von Passau nach Salzburg. Dabei konnte man sich mit der Firma verständigen, die Trasse über Arbing und Ecking zu führen und damit kostengünstig zu erschließen. Zudem läge bereits vom bayerischen Staat eine Förderungszusage über 80 Prozent vor.

Ortsvorsitzender Hubert Kleinillenberger ging in seinem Rückblick auf die Kommunalwahlen im März ein. Die Fraktion der Freien Wähler habe den Stand mit sieben Gemeinderäten halten können – ein Ergebnis der guten Arbeit in der abgelaufenen Legislaturperiode, wie er befand. Auch den Bürgermeister stelle man wieder, was nicht selbstverständlich sei. Man werde auch in dieser Periode zeigen, was man drauf habe. Die Zusammenarbeit im Gremium sei einfach schön, sagte er, Parteigeplänkel sei für ihn unwichtig. Dem auf eigenen Wunsch ausgeschiedenen Dr. Peter Demmelhuber sagte Kleinillenberger für dessen Einsatz im Wahlkampf seinen speziellen Dank: "Ohne dich wär’s mit Sicherheit nicht gegangen".

Einen aktuellen Kassenstand von rund 1500 Euro vermeldete Kassier Stefan Wimmer. Damit seien die Finanzen um 900 Euro besser als noch nach den Kommunalwahlen von 2008, sagte er. Kassenrevisor Thomas Werkstetter, der die Finanzzahlen im Vorfeld geprüft hatte, schlug die Entlastung der Ortsverband-Vorstandschaft vor, diese erfolgte dann einstimmig.

Als wichtigsten Punkt auf die Tagesordnung hatte die Vorstandschaft die Ehrung seines ausgeschiedenen Gemeinderats-Trios gesetzt. Mit "Schlemmerpaketen" aus regionalen Produkten bedankte sich Kleinillenberger bei Rosmarie Kaiser und Dr. Peter Demmelhuber. Während Kaiser vier Jahre Mitglied der FW-Fraktion war, hatte Dr. Demmelhuber zwei volle Perioden Sitz und Stimme in dem Gremium.

Eine besondere Ehrung erfuhr Manfred Gesierich. Das FW-"Schwergewicht", wie ihn Kleinillenberger betitelte, hatte sage und schreibe sieben Perioden oder 42 Jahre Sitz und Stimme im Ratsgremium, eine Wahlperiode davon als Erster Bürgermeister. "Was du in der Zeit für die Allgemeinheit getan hast, ist keine Selbstverständlichkeit und verdient größten Respekt", sagte Kleinillenberger. Eine schöne Zeit sei es gewesen, sagte Altbürgermeister Gesierich. Sie sei zwar anstrengend gewesen, aber er habe die Arbeit gern gemacht.

Für das laufende Jahr kündigte Kleinillenberger das Schafkopfturnier am 31. Oktober und den FW-Ausflug am 19. November zur Brauerei Kuchlbauer mit dem "Hundertwasser"-Turm nach Abensberg an. − mbu

(ANA vom 31.07.2014)