Mit dem "Elternwillen" in eine neue Runde

Schulstreit um den Erhalt des Reischacher Schulhauses: Elterninitiative übergibt Unterschriften mit 88 Prozent Ja-Stimmen


Mitglieder der Elterninitiative mit Frank Waitzhofer (von links), Stefan Demmelhuber, Hermann Haider und Hildegard Kriegl händigen Zweiten Bürgermeister Hubert Kleinillenberger durch ihren Sprecher Franz Reischl die Unterschriftslisten aus. − Foto: Buchberger

Reischach. Die Gemeinderatssitzung am Mittwoch hat die "Elterninitiative Schule Reischach" genutzt, das Ergebnis der Unterschriftenaktion zur "Umsetzung des Elternwillens" (der Anzeiger berichtete) dem Ratsgremium auszuhändigen. Mit insgesamt 56 Ja-Stimmen, ein Anteil von 88 Prozent, hätten die Schülereltern der ersten und zweiten Klasse, sowie die Eltern der Schulanfänger für einen Grundschulbesuch im Reischacher Schulhaus gestimmt.

Sprecher Hermann Haider vermeldete bei der Übergabe der Unterschriften auch eine Nein-Stimme sowie sieben Stimmenthaltungen. Hier hätten die Eltern, aus welchen Gründen auch immer, keine Stimme abgegeben. Zusätzliche 84 Unterschriften habe die Initiative noch von Eltern erhalten, deren Kinder erst ab 2016 und die nachfolgenden Jahre in die Grundschule kämen, ergänzte Initiator Franz Reischl die Zahlen. Schließlich hätten sich auch insgesamt vierzehn Schülereltern der achten Jahrgangsstufe aus der gesamten Verwaltungsgemeinschaft Reischach für den Erhalt der Mittelschule Reischach und damit den Fortbestand des Reischacher Schulhauses ausgesprochen, so Reischl. Die Eltern hätten Sorge, dass die Kinder in der neunten Klasse in eine andere Schule müssten und die Klassengemeinschaft auseinanderfiele, falls das Reischacher Gebäude mangels Schüler im kommenden Schuljahr zugesperrt werden sollte.Mit der durchgeführten Aktion glaubt die Elterninitiative ein "Druckmittel" zu haben, den Reischacher Kindern doch noch einen Grundschulbesuch an ihrem Heimatort zu ermöglichen. Wie die Initiatoren erklärten, gehe der durch die Unterschriftslisten belegte Antrag auch an das Schulamt Altötting und die Regierung von Oberbayern, freilich auch an die heimischen Politiker im Bayerischen Landtag und im Deutschen Bundestag, dazu auch an Landrat Erwin Schneider.

Über das vorliegende Zahlenmaterial habe die Elterninitiative auch bereits den Vorsitzenden der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Reischach, Erlbachs Bürgermeister Franz Watzinger, unterrichtet, sagte Reischl. − mbu

 

(ANA vom 8.5.2015)