Doch wieder Hoffnung für künftige Mittelschule Reischach?

Zwei Schulräte: Gemeinde soll sich "nichts verbauen"

 

Reischach. Die Hoffnung, dass in Reischach in Zukunft wieder eine Mittelschule betrieben werden könnte, hat durch einen Besuch der Vertreter des Staatlichen Schulamts Nahrung bekommen.

Bürgermeister Herbert Vilsmaier berichtete in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats von einem überraschenden Besuch der beiden Schulräte Harald Kronthaler und Hildegard Hajek-Spielvogel in Reischach: Die Führungsspitze des Staatlichen Schulamtes Altötting habe im Zug der Umgestaltung der ruhenden Mittelschule in eine Grundschule (der Anzeiger berichtete mehrfach) das Schulgebäude inspiziert.

Wegen der von ihm angesprochenen Schulraumvergabe an die Vereine hätten ihn die beiden Besucher eindringlich gebeten, sich bei der Raumverteilung "nichts zu verbauen", vor allem keine Gerätschaften zu veräußern. Wenn die Grundschule in Reischach da sei und mit den vier Klassen gut laufe, sei man von Schulamtsseite der festen Überzeugung, in Reischach auch wieder eine fünfte und sechste Klasse zu bekommen. Dann würde man nach Ansicht der Schulamtsführung die Räumlichkeiten und die bisherigen Ausstattungen wieder brauchen.

Diese Aussage der beiden Schulräte fand Gemeinderat Lorenz Grätzl (CSU/UW) "interessant". Der Gemeinderat und die Reischacher VG-Räte hätten die gleiche Argumentation nämlich seit Anfang der Schuldiskussion vorgebracht, sagte er. Auch sie hätten in den vielen Gesprächen und Sitzungen in der VG immer wieder betont, dass – falls Klassen der Grundschule nach Reischach kämen – die Möglichkeit einer fünften und sechsten Klasse hoch sei, die damit zum Erhalt der Mittelschule beitragen könnten. − mbu

 

(ANA vom 11.11.2015)