Kein Mann für den Ruhestand: Manfred Gesierich wird 75



Auch mit 75 Jahren gehören ausgedehnte Radtouren für den Reischacher Altbürgermeister Manfred Gesierich dazu. Das Bild zeigt ihn mit seinem Drahtesel an der Fähre in Oslo. − Foto: red

Auch mit 75 Jahren gehören ausgedehnte Radtouren für den Reischacher Altbürgermeister Manfred Gesierich dazu. Das Bild zeigt ihn mit seinem Drahtesel an der Fähre in Oslo. − Foto: red

Er war sage und schreibe 42 Jahre Reischacher Kommunalpolitiker, dabei eine ganze Legislaturperiode auch Erster Bürgermeister von Reischach (Landkreis Altötting): Manfred Gesierich ist ohne Zweifel eine der prägendsten Figuren in der jüngeren Geschichte der Holzlandgemeinde. Am Samstag feiert er seinen 75. Geburtstag.

Auf die Welt gekommen ist Gesierich am 27. August 1941 in Eichwald/Böhmen als jüngstes von drei Kindern eines Eisengießers. Seine Familie erlitt nach dem Krieg das Schicksal der Vertreibung und fand in der Nähe von Freising eine neue Heimat. Dort machte der Jubilar 1960 das Abitur und leistete in Schleswig-Holstein seinen Grundwehrdienst ab. Nach dem Studium in der bayerischen Landeshauptstadt mit der Ablegung der Lehramtsprüfung führte ihn sein erstes Lehrerjahr nach Deggendorf, ehe es ihn im Jahr 1965 in den Landkreis Altötting mit den Lehrerstationen Niedergottsau, Neuötting und letztlich Perach verschlug.

Durch den Tauschwunsch einer jungen Kollegin leitete ihn ein glücklicher Umstand zum Schulhalbjahr 1966 an die damalige Volksschule Reischach. Etwa zwei Wochen nach Schulbeginn lernte der 25-jährige Lehrer bei einem Faschingsball im niederbayerischen Massing seine Christl, eine geborene Wenninger, kennen und lieben. Bereits im Folgejahr, 1967, gaben sich beide in der Reischacher Pfarrkirche das Jawort. Vier Kinder sind aus der Ehe hervorgegangen. − mbu

 

(ANA vom 27.08.2016)