Grundriss für neues VG-Gebäude vorgestellt

"Schul- in Bürogebäude umzuwandeln ist nicht ganz einfach" – Aus der VG-Gemeinschaftsversammlung



 

Zum VG-Verwaltungssitz umgebaut werden soll das bisherige Grundschulgebäude in Erlbach im kommenden Jahr. − Foto: Buchberger

Zum VG-Verwaltungssitz umgebaut werden soll das bisherige Grundschulgebäude in Erlbach im kommenden Jahr. − Foto: Buchberger

Reischach/Erlbach. Über den Planungsstand des neuen Verwaltungsgebäudes der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Reischach in Erlbach ist bei der Sitzung der Gemeinschaftsversammlung der VG am Mittwoch im Sitzungssaal des Reischacher Rathauses informiert worden.

VG-Vorsitzender Franz Watzinger legte dazu die ersten Grundriss-Entwürfe des planenden Architekturbüros Zellhuber aus Falkenberg-Taufkirchen vor. Es sei nicht ganz einfach, das Schulgebäude in ein Bürogebäude umzuwandeln, schickte er zu Beginn seiner Präsentation voraus. Und: "Es soll sich in dem Gebäude jeder wiederfinden".

Mit Personenaufzug und vollkommen barrierefrei ist das zweigeschossige Bauprojekt in Planung – mit neuem Eingang von der Westseite aus. Das Erdgeschoss sieht dabei nach dem ersten Entwurf, neben Warteraum und Foyer, Büroräumlichkeiten für das Einwohnermeldeamt, das Bauamt und die VG-Geschäftsleitung vor. Ein Büro für den Orts-Bürgermeister und ein Behinderten-WC komplettieren das Geschoss.

Im Obergeschoss zeigt die Planung, ebenso neben Warteraum und Foyer, die Räumlichkeiten für Kämmerei, Kasse und Steuerstelle auf. Vorgesehen sind dabei zudem zwei weitere Diensträume für die beiden VG-Bürgermeister sowie ein Sitzungssaal. Registratur und Archiv sind im Kellertrakt der bisherigen Grundschule konzipiert, ebenso wie ein Aufenthaltsraum mit Teeküche sowie eine Putzkammer, freilich auch die Heizung. Ein Einzugstermin bereits im kommenden Januar sei jedoch unmöglich zu halten, sagte Watzinger – man hoffe aber in 2017 das Gebäude umbauen zu können. Anstehen, so Watzinger, würde vorher allerdings noch eine entsprechende Abstimmung im Erlbacher Gemeindeparlament.

Vor der Zusammenkunft im Reischacher Rathaus hatte für die VG-Ratsmitglieder eine Besichtigung der Grundschulgebäude Perach und Reischach auf dem Tapet gestanden. Grundschul-Rektor Peter Mayer führte die zehnköpfige Gruppe aus den drei VG-Gemeinden mit erklärenden Worten durch die Räumlichkeiten der neustrukturierten Grundschule. Erstmals zu Gesicht bekam der VG-Rat dabei die von der Mittelschule zur Grundschule umfunktionierten Räume im Reischacher Schulhaus.

Mayer nannte der Versammlung im Anschluss der Besichtigungstour im Rathaus Zahlen zur Grundschule Reischach: Insgesamt seien 168 Schüler – 86 Mädchen und 82 Buben – in vier zweizügigen Jahrgangsstufen an den beiden Schulstandorten Perach und Reischach im Unterricht – jeweils 84 Kinder, vermeldete er. Den Löwenanteil an Schülern habe dabei die Gemeinde Reischach mit 80 Schülern, gefolgt von Perach mit 54 und Erlbach mit 33 Kindern, ein Schüler käme per Gastschulantrag aus Neuötting.

"Schulalltag besser als geglaubt angelaufen"Der Schulalltag sei nach der Umstrukturierung "besser als geglaubt angelaufen" und "in ruhigem Fahrwasser". Gut angenommen werde die Mittagsbetreuung in Perach mit derzeit 28 Schülern, Reischach sei mit elf Schülern "noch etwas hinten dran", sagte er. Bewährt hätten sich, wie bereits in den Vorjahren, die Kooperationsstunden mit den Kindergärten, die Schule sei so für die ABC-Schützen nichts völlig neues mehr. Von den 37 Schulanfängern im laufenden Schuljahr seien 19 Kinder in Perach, 18 in Reischach im Unterricht.

Könne man der Statistik vertrauen, so Mayer, kämen zwei starke Jahrgänge auf die Grundschule Reischach zu. Bis 2020 könnten sogar über 200 Schüler die beiden Schulhäuser bevölkern, zeigte er im Ausblick eine positive Entwicklung der Schülerzahlen auf. Freilich gäbe es auch Schüler-Konkurrenz durch private Bildungsstätten, wie etwa die Montessori-Schule, sagte er. − mbu

 

ANA vom 29.10.2016)