Keine Sitzverlegung nach Erlbach


Das Bild zeigt das ehemalige Schulgebäude in Erlbach. Nach dem ursprünglichen VG-Beschluss sollte dieses der neue Sitz der Verwaltungsgemeinschaft werden. − Foto: Buchberger

Das Bild zeigt das ehemalige Schulgebäude in Erlbach. Nach dem ursprünglichen VG-Beschluss sollte dieses der neue Sitz der Verwaltungsgemeinschaft werden. − Foto: Buchberger

Nach der Verordnung der Regierung von Oberbayern vom 16. Juni 2016, veröffentlicht im Oberbayerischen Amtsblatt Nr. 14/2016, ist Erlbach bereits seit 1. Januar 2017 Sitz der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Reischach. In der Praxis wird es aller Wahrscheinlichkeit nach aber nicht zum Umzug der Verwaltung in die Nachbargemeinde kommen.

Über den Stand der Dinge hat VG-Vorsitzender Franz Watzinger bei der jüngsten Sitzung der Gemeinschaftsversammlung im Reischacher Rathaus informiert. Äußerst schwierig sei es, die Eckpunkte des Kompromisses nach dem "Schulstreit" umzusetzen, sagte er.

Zur Erinnerung: In der VG-Sondersitzung am 30. Juli 2015 wurde der lang währende Schulstreit in der Verwaltungsgemeinschaft mit einem Paukenschlag beendet. Erlbach verzichtete auf seinen Grundschulstandort zugunsten Reischachs, im Gegenzug ist die Verlegung des VG-Sitzes von Reischach nach Erlbach in das dann leer stehende Schulhaus beschlossen worden (Anzeiger berichtete).

Eine echte Gegenliebe für ein Verwaltungsgebäude als Ersatz für die Schule sei in Erlbachs Bevölkerung aber nicht erkennbar gewesen, sagte Watzinger. Und auch er machte einmal mehr keinen Hehl daraus: "Eine Schule ist halt eine Schule, dazu stehe ich auch". Kosten von weit über 800000 Euro kämen für einen barrierefreien Umbau der Schule auf die Verwaltungsgemeinschaft zu – eine Summe, die nur schwer zu schultern sei. − mbu

(ANA vom 17.04.2017)